Freitag, 5. Oktober 2012

In Clausthal - Zellerfeld (6. Tag)

Bei regnerischem Wetter breche ich heute nach Clausthal auf. Eine gute Gelegenheit, das Bergbaumuseum zu besichtigen!
In Clausthal angekommen, erlaufe ich mir aber erst mal die Stadt. Nur so komme ich in Kontakt mit ihr. Da sind die historisch wichtigen Sehenswürdigkeiten: die größte Holzkirche Deutschlands (Barock), die TU, Robert Kochs Elternhaus, das Wohnhaus Caroline Schlegels (1784  - 1788) sowie die Häuser, in denen Goethe (1777) und Heine (1827) übernachtet haben.

Aber ich will noch mehr sehen: Auch das Unscheinbare, Unspektakuläre - was für eine Stadt ist Clausthal heute? Wie lebt es sich hier?
Die Atmosphäre im Zentrum ist leider durch viel Autoverkehr geprägt. Dabei hat der Ort durchaus Potential, noch viel alte Bausubstanz - Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Plätze scheinen mir nicht gut genug genutzt. Kaputter Bodenbelag am Kronenplatz, das alte, etwas herabgekommene  Postgebäude steht leer und wird zum Verkauf angeboten.
Der Platz vor der Marktkirche wird aufwändig saniert - mal sehen, ob dies auch dem Stadtleben zugute kommen wird. Ich wünsche mir einen täglichen Obst- und Gemüsemarkt und ein nettes Cafe!



Ich frage einen Einheimischen nach dem Weg zum Museum. Oh, das ist ganz schön weit, das liegt ja in Zellerfeld! Wollen Sie da zu Fuß hin? Ich bejahe, lasse mich von seiner Einschätzung nicht abhalten und laufe los. Mehr als 15 Minuten brauche ich nicht. Erst kurz vor dem Museum findet sich ein Wegweiser. Auch auf die Gefahr hin als Klugscheißer da zu stehen - wenn man Touristen etwas bieten will, könnte man das besser machen.

Zellerfeld hat eine viel ruhigere Ausstrahlung. Hotels in historischen Gebäuden, die alte Ratsapotheke, ein Park um die Zellerfelder Kirche - und natürlich das Bergbaumuseum.
Dort beeindruckt mich besonders das Stadtmodell von 1600. Die vielen Schächte, die überall verteilt sind, wohl über 100. Was für ein anderes Stadterleben müssen Clausthal und Zellerfeld zwischen 1550 und 1900 geboten haben! Eine wirkliche Industrielandschaft.

Nach dem Museumsbesuch belohne ich mich mit einem Stück Mokka - Sahne Torte im Cafe Künstlerhof. Lecker!

Am Nachmittag verpasse ich meinen Bus zurück nach Altenau. Na, ja, dann gehe ich eben noch mal in ein Stehcafe, um eine Stunde Wartezeit zu überbrücken!

Noch ein paar Foto Eindrücke vom Tage:


2 Kommentare:

  1. you should share how much money spend.. it is more useful for readers ;)

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    1. Usally not much, trekking is cheap. The tickets for the museum and the cake etc. are affordable.

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