Montag, 8. Oktober 2012

Wanderung zum Rehberger Graben - 9. Tag

Früh studiere ich den Busfahrplan. Eigentlich würde ich gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt meiner Wanderung fahren, aber das scheint mir doch zu unsicher. Ich will nämlich von Sonnenberg über den Oderteich zum Rehberger Grabenhaus wandern. Dann plane ich im großen Bogen über den großen und kleinen Sonnenberg zurückzukommen. Aber der Bus fährt so selten. Zwischen 15.45 und 18: 00 gibt es keinen weiteren Termin. Sonnenberg liegt immerhin 772 Meter hoch, da bei einer Temperatur von 5 oder 6 Grad zu warten ...
Also nehme ich doch das Auto. Damit bin ich auf eine Rundwanderung festgelegt.

Die Wanderung kenne ich schon von vor etwa 8 oder 10 Jahren, doch die aktuellen Wegverhältnisse treffen mich unerwartet. Schon kurz hinter dem Wanderparkplatz Sonnenberg verwandelt sich der Weg in eine Schlammstrecke, die das Weiterkommen deutlich behindert. Aber es soll noch besser kommen.

Entwurzelte und umgestürzte Bäume machen den Weg allmählich unpassierbar, ja gefährlich. Ich rette mich gerade noch rechtzeitig auf die Fahrstraße, die ich nun bis Oderteich nehme. Von dort sehe ich das Gebiet, wo einmal ein Wanderweg war: riesige Baumleichen, endlose Baumkronen liegen am Boden übereinander. Nur gut, dass ich nicht versucht habe, weiter zu gehen!

Diese Wurzeln kann ich noch umgehen ...
 Soll ich hier noch drüber klettern? Besser nicht, denn weiter hinten sieht es noch schlimmer aus!
 Hier war ein Mal ein Weg ..
 Der Blick von der Fahrbahn zeigt die riesigen, am Boden liegenden Baumkronen, die alles bedecken.

Schließlich erreiche ich den Oderteich. Die Wanderung durch den Rehberger Graben ist wirklich schön.
Am Goetheplatz machte der Dichter 1783 Beobachtungen zur Metamorphose der Steine. Er deutete das Kontaktphänomen Granit - Hornfels. Den Übergang der Gesteinsarten soll man eigentlich am Goetheplatz mit bloßen Augen erkennen, mir gelingt das nicht. Allerdings stand Goethe bei seiner Entdeckung auf den Schultern des Bergamtmannes aus Clausthal!
Diese Art Gesteinsverbindung soll man erkennen ...
Das ist, was ich sehe ...
Oder ist der Hornfels vielleicht hier zu erkennen ...
Schließlich erreiche ich das Rehberger Grabenhaus. Leider ist am Montag geschlossen, so dass ich ohne einen heißen Kaffee auskommen muss. Ich mache nur eine kurze Rast, um nicht weiter auszukühlen, spreche aber noch mit dem Wirt. Er ist nicht sicher, in welchem Zustand der Rückweg über den Großen Sonnenberg ist. Mir ist das Risiko zu groß, in einem ähnlich unwegsamen Gelände zu landen, also gehe ich den Weg wieder zurück, bis ich eine andere Abzweigung über den Meier Weg und Plan Weg zum Sonnenberg finde. Insgesamt sind das 16 km.
Als ich zu Hause ankomme, dusche ich erst Mal ganz lange, ganz warm! Die Oberschenkelmuskulatur schmerzt leicht, sicher wegen der Kälte.
Zum Abschluss ein Bild des Rehberger Grabenhauses ....

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